Heimvernetzung: gewünscht, aber viel zu kompliziert?

Mehrwert von Heimvernetzung wird noch nicht deutlich genug kommuniziert

Frankfurt, 11. September 2013 – Heimvernetzung wird nur dann zu einem wirtschaftlichen Erfolg werden, wenn der Mehrwert der Technologie für den Endanwender verständlich gemacht wird. So lautet eine der zentralen Erkenntnisse der Panel-Diskussion des Bundesverbandes der Hörgeräte-Industrie (BVHI), die in diesem Jahr auf der IFA stattfand. Die Teilnehmer waren Hans-Peter Bursig, Vorsitzender des Vorstands des Bundesverbands der Hörgeräte-Industrie, Tobias Reiland, Director Technology bei TNS Infratest, sowie Roman Katzer, Manager Acoustic R&D bei der Lautsprecher Teufel GmbH.

„Wenn die Endanwender den Nutzen einer Technologie klar erkennen und ihnen auch die Angst vor möglichen Hürden genommen wird, dann nutzen sie entsprechende Optionen auch“, erklärt Hans-Peter Bursig. Roman Katzer führte in diesem Zusammenhang den Durchbruch des Internets an, das in seinen Anfangsjahren ebenfalls ein Nischendasein für Eingeweihte führte und aus dem Leben der Menschen heute nicht mehr wegzudenken ist. Für Tobias Reiland ist vor allem eine zielgruppenspezifische Ansprache wichtig, die die Nutzer dort abholt, wo sie stehen. Hier treibt die Industrie das Thema zwar in technologischer Hinsicht immer weiter voran. Für die Endanwender werden die Mehrwerte dieser technischen Entwicklungen in vielen Fällen aber nicht ausreichend klar kommuniziert.

„Dabei werden entsprechende Fragen und Wünsche der Kunden häufig an uns herangetragen. Das Interesse an Heimvernetzung ist also durchaus da“, sagt Roman Katzer. Bei Lautsprecher Teufel setzt man in diesem Zusammenhang auf die Aufklärung der Kunden über den Nutzen der Technologie sowie die Unterstützung offener Standards. Auch die Hörgeräte-Industrie will es den Nutzern so einfach wie möglich machen, die Hörsysteme über Wireless-Anbindung in die Consumer Electronic-Umgebung zu integrieren. „Die Hörsystemnutzer wissen, dass es diese Anwendungen gibt und auch für sie ist der multimediale Genuss wichtig – auch wenn Sie dafür ein Hörsystem nutzen, um ihr Gehör zu optimieren“, meint Hans-Peter Bursig. Tobias Reiland äußerte sich dazu wie folgt: „Wir haben bei unserer Befragung eindeutig festgestellt, dass es vor allem einfach sein muss die Technologie zu nutzen. Wenn dies gegeben ist und die Endverbraucher sich bei den Herstellern entsprechend informieren können, dann steht dem Durchbruch von Heimvernetzung eigentlich nichts im Wege.“

In den meisten deutschen Haushalten ist die Vernetzung von Consumer Electronic-Produkten bereits Realität. So sagen nur 17 Prozent der Privatnutzer, dass es in ihrem Haushalt keine vernetzten Geräte gibt. Dies zeigt eine repräsentative Befragung des BVHI in Kooperation mit TNS Infratest unter 1.000 Teilnehmern. Und diese Entwicklung beschleunigt sich in naher Zukunft. Denn 59 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Fernsehgeräte in die Vernetzung einbezogen werden. 54 Prozent sehen hier Smartphones, 43 Prozent Tablets und 33 Prozent Multimedia-Player künftig als festen Bestandteil des Heimnetzes.

Weitere Informationen zum IFA-Auftritt des Bundesverbandes.

 

Über den Bundesverband der Hörgeräte-Industrie

Der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie ist die Vertretung der 13 auf dem deutschen Markt tätigen Hörgerätehersteller. Der Verband artikuliert die Interessen seiner Mitglieder und ist das Kommunikationsorgan für alle Themen rund um Hörtechnologie, Hörminderung und Innovation auf dem Gebiet der Audiologie. In diesem Kontext setzt sich der Verband dafür ein, die Nutzung von Hörgeräten durch Menschen mit einer Hörminderung zu erhöhen, über die Leistungsfähigkeit moderner Hörsysteme aufzuklären und Hemmschwellen bei der Nutzung abzubauen. Darüber hinaus engagiert sich der Verband für eine effektive und ergebnisorientierte Zusammenarbeit mit allen Gruppen, die an der Versorgung mit Hörsystemen beteiligt sind. Dazu gehören Hörgeräteakustiker, HNO-Ärzte, Krankenkassen, andere Verbände und Interessengruppen sowie die Politik. Der Umsatz der Hörgerätebranche mit Hörsystemen und der Anpassung der Geräte hat im Jahr 2012 etwa eine Milliarde Euro betragen.

 

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