Wahlfreiheit der Versicherten bei der Hörgeräteversorgung darf nicht eingeschränkt werden

Kritik der Barmer GEK im „Heil- und Hilfsmittelreport“ überzogen

Frankfurt, 20. September 2013 – Der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie spricht sich eindeutig dafür aus, dass die Wahlfreiheit der Versicherten in der Hörgeräteversorgung nicht eingeschränkt wird. Die Kritik an der Hörgeräteversorgung, die im aktuellen „Heil- und Hilfsmittelreport“ der Barmer GEK zu finden ist, ist aus Sicht des Bundesverbandes überzogen. Bei der Vorstellung der Studie „Heil- und Hilfsmittelreport 2013“ erklärte Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BARMER GEK: „Der von den Kassen gezahlte Festbetrag ist gerade fast verdoppelt worden, auf jetzt knapp 800 Euro. Durch ihn wird eine Versorgung auf technisch hohem Niveau gewährleistet. Trotzdem ist zu befürchten, dass Patienten weiterhin hohe Eigenleistungen erbringen müssen.“

Hierzu stellt Hans-Peter Bursig, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Hörgeräte-Industrie, fest: „Durch die Kommentierung des Studienberichts von Dr. Schlenker und die Berichterstattung in diversen Medien wird der Eindruck vermittelt, dass Innovation und zusätzlicher Mehrwert von Hörsystemen die Kosten des Gesundheitssystems erhöhen oder die Versicherten unnötigen Ausgaben aussetzen. Dabei tragen die Krankenkassen maximal die Kosten bis zur Höhe des Festbetrages. Jeder Versicherte hat Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Versorgung mit modernen Hörsystemen ohne Zuzahlung. Es ist eine bewusste, freie Entscheidung jedes Hörsystemnutzers, sich für ein Mehr an Funktionen und Leistung zu entscheiden und dafür selbst zu bezahlen. Weder die Beitragsgemeinschaft noch der Einzelne werden unnötig oder unwissentlich belastet. Die Kritik ist deshalb überzogen.“

„Es scheint fast so, als ob die Krankenkassen die Versicherten gezielt von ihrem Recht auf Wahlfreiheit abbringen wollen“, so Bursig. Jeder Versicherte hat das Recht, Hörsysteme mit weiteren Komfortfunktionen auszusuchen und die zusätzlichen Kosten, die über den Festbetrag hinausgehen, selbst zu übernehmen. Diese Wahlfreiheit ist im Sozialgesetzbuch verbrieft. Die Wahlfreiheit darf deshalb nicht eingeschränkt werden.

Über den Bundesverband der Hörgeräte-Industrie
Der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie ist die Vertretung der 13 auf dem deutschen Markt tätigen Hörgerätehersteller. Der Verband artikuliert die Interessen seiner Mitglieder und ist das Kommunikationsorgan für alle Themen rund um Hörtechnologie, Hörminderung und Innovation auf dem Gebiet der Audiologie. In diesem Kontext setzt sich der Verband dafür ein, die Nutzung von Hörgeräten durch Menschen mit einer Hörminderung zu erhöhen, über die Leistungsfähigkeit moderner Hörsysteme aufzuklären und Hemmschwellen bei der Nutzung abzubauen. Darüber hinaus engagiert sich der Verband für eine effektive und ergebnisorientierte Zusammenarbeit mit allen Gruppen, die an der Versorgung mit Hörsystemen beteiligt sind. Dazu gehören Hörgeräteakustiker, HNO-Ärzte, Krankenkassen, andere Verbände und Interessengruppen sowie die Politik. Der Umsatz der Hörgerätebranche mit Hörsystemen und der Anpassung der Geräte hat im Jahr 2012 etwa eine Milliarde Euro betragen.

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