Welttag des Hörens – Informationsoffensive zu gutem Hören erreicht noch mehr Menschen

Aktionstag am 03. März 2018 trifft auf offene Ohren

Frankfurt, 05.04.2018 – Unter dem Motto „Hören. Der Sinn deines Lebens“ beteiligten sich in Deutschland rund 3.700 Teilnehmer am diesjährigen Welttag des Hörens. Damit hat die Anzahl der Partner auch im achten Jahr bundesweit zugenommen. Dies, sowie die im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigerte mediale Aufmerksamkeit zeigen, dass die Themen „Vorsorge und Versorgung von Hörverlusten“ bei immer mehr Menschen auf offene Ohren treffen. Vor allem Hörakustiker, aber auch Ärzte, Unternehmen und andere Akteure beteiligten sich in diesem Jahr mit vielfältigen Aktionen, Informations- und Aufklärungsangeboten. Den Welttag des Hörens nahmen beispielsweise die Hörakustiker TRABERT®, Hörakustik Torsten Tiemann oder das Hörstudio Rhein-Main zum Anlass, um eine ganze „Woche des Hörens“ zu gestalten.

Vielfältige Aktionen

Zahlreiche Informationsveranstaltungen rund um den 03. März zogen interessierte Besucher jeden Alters an. Ob das Hörmobil der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) in Halle oder das Kinderkonzert mit Fredrik Vahle beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt – der Welttag des Hörens 2018 war geprägt von viel Engagement und Vielfalt. Auch im Arbeitsalltag kam der Welttag an: Die Firma Maroc Design Krumhermersdorf beispielsweise hat den Welttag genutzt, um in ihren Produktionsräumen, wo sonst Möbelteile an großen Holzbearbeitungsmaschinen bei sehr viel Lärm auf Maß gebracht werden, Möbeltischlern und Zimmerleuten eine besondere Prüfung anzubieten: einen Hörtest. Tischlerei sei ein „lärmintensives Gewerbe“, sagt Geschäftsführer Matthias Rochlitzer und zeigt auf die Ungetüme im Maschinenraum. Obwohl die Sägeblätter der Kreissägen einen lärmmindernden Schliff hätten, die heutigen Produktionsanlagen im Vergleich zu ihren Vorgängern regelrechte „Flüstermaschinen“ seien, dürfe hier keiner ohne Hörschutz rein, betont Rochlitzer: „Im Maschinenbereich ist das Pflicht.“

Zuhören verbindet! 

Wird von Hören gesprochen, ist meist auch das Zuhören gemeint. Daher war die Stiftung Zuhören, als führende Organisation der Zuhörbildung, der diesjährige Kooperationspartner des Welttags. Aufmerksames Zuhören ist ein Ausdruck von Respekt und Wertschätzung. Das geht auch aus der aktuellen Studie vom Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI) und Kantar TNS anlässlich des Welttag des Hörens 2018 hervor. Auch deshalb ist es wichtig, schon bei Kindern auf eine gute Hörgesundheit zu achten.

Sichtbarkeit in der Gesellschaft wächst

Durch die Berichterstattung über den Aktionstag wurden in Deutschland 25,7 Millionen Leser, sechs Millionen Hörer und sechs Millionen Zuschauer über allgemeine Online- und Printmedien, Radiobeiträge und private sowie öffentlich-rechtliche Fernsehsender erreicht. Insgesamt wurden knapp 37 Millionen Menschen über die Vorsorge- und Versorgungsmöglichkeiten informiert. Die vom Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI) und Kantar TNS anlässlich des Welttages durchgeführte repräsentative Studie verdeutlicht zudem, dass der Hörgesundheit in der Gesellschaft wachsende Aufmerksamkeit geschenkt und ihre Bedeutung für ein gesundes, selbstbestimmtes Leben zunehmend erkannt wird. Eine regelmäßige Vorsorge ist jedoch noch nicht für alle Menschen selbstverständlich.

Dr. Stefan Zimmer, Vorsitzender des Bundesverbands der Hörgeräte-Industrie (BVHI), erläutert: „Die Studie zeigt, dass Hörminderungen keine Ausnahmeerscheinungen sind. Sechs von zehn Befragten (59 Prozent) kennen Personen mit Hörminderung in ihrem Umfeld, 87 Prozent davon mit mittleren bis schweren Beeinträchtigungen. Dass inzwischen mehr als zwei Drittel der Befragten (71 Prozent) bereits einen Hörtest gemacht haben, zeigt die gestiegene Sensibilität für das Thema. Für viele Menschen besteht allerdings noch Aufklärungs- und Handlungsbedarf – so sind wir immer noch weit entfernt von einer regelmäßigen Vorsorge wie beispielsweise bei der Zahnprofilaxe oder dem Sehtest und nur jedem Dritten (35 Prozent) der Befragten ist bekannt, dass eine unbehandelte Hörminderung weitere gesundheitliche Risiken birgt.“

Zimmer fasst zusammen: „Unsere Aufklärungskampagne ‚Welttag des Hörens‘ hat in den vergangenen Jahren gewaltig Fahrt aufgenommen. Die Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministers hat dazu in bedeutender Weise beigetragen. Wir danken allen teilnehmenden Partnern für ihre Unterstützung und freuen uns schon auf einen großartigen Aktionstag 2019.“

 

Über den Bundesverband der Hörgeräte-Industrie
Der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie ist die Vertretung der auf dem deutschen Markt tätigen Hörgerätehersteller. Er artikuliert die Interessen seiner Mitglieder und ist das Kommunikationsorgan für alle Themen rund um Hörtechnologie, Hörminderung und Innovation. Der Verband setzt sich für die Erhöhung der Nutzung von Hörgeräten durch Menschen mit einer Hörminderung ein und klärt über die Leistungsfähigkeit moderner Hörsysteme auf. Darüber hinaus befördert er die Zusammenarbeit mit allen Gruppen, die an der Versorgung mit Hörsystemen beteiligt sind. Dazu gehören Hörakustiker, HNO-Ärzte, Krankenkassen, andere Verbände und Interessengruppen sowie die Politik.

 

Kontakt Bundesverband der Hörgeräte-Industrie:
Dr. Stefan Zimmer
Vorsitzender des Vorstands
Herriotstraße 1
60528 Frankfurt am Main
Tel.: 069 – 664 26 34 10
E-Mail: zimmer@bvhi.org
http://www.bvhi.org

Pressekontakt:
Fink & Fuchs AG
Susan Seifert
Tel.: 0611 – 74 131 980
E-Mail: bvhi@finkfuchs.de