Informationsbedarf bei Hörminderung

Vor allem ältere Menschen kennen Betroffene mit einer Hörminderung, die nicht aktiv werden. In der Altersgruppe über 50 Jahre liegt die Zahl bei 45 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von TNS Infratest, die vom Bundesverband der Hörgeräte-Industrie im Jahr 2016 anlässlich des Welttag des Hörens in Auftrag gegeben wurde. Befragt wurden 1.000 Personen auf Basis einer zufällig gezogenen Online-Stichprobe.

37 Prozent der Menschen mit einer Hörminderung führen vermeintliche Kostengründe als Ursache dafür an, sich kein Hörgerät anpassen zu lassen. Das beruht allerdings auf falschen Annahmen: Mehr als ein Drittel der Befragten vermutet, dass sie von ihrer Krankenkasse höchstens 100 Euro für ein Hörgerät bekommen. Im Durchschnitt gehen die Befragten von einem Festbetrag der gesetzlichen Krankenversicherung von nur 266 Euro aus. Dabei liegt der Festbetrag wesentlich höher – für an Taubheit grenzende Schwerhörige um mehr als das Dreifache.